SCC der österreichischen Kreditwirtschaft

Bereits im Herbst 1992 wurde die BWG beauftragt, einen Standard Compliance Code, kurz SCC, zu erarbeiten, der nach intensiven Diskussionen mit der Praxis 1993 fertiggestellt worden und 1994 in Kraft getreten ist. Auf Grund der engen Kooperation mit der Bundessparte Bank+Versicherung der WKO konnte erreicht werden, dass alle Kreditinstitute Österreichs den SCC unterzeichneten, und er deshalb sehr rasch allgemeine Akzeptanz erlangte, auch seitens der Aufsicht. Nach dem Inkrafttreten des WAG 1997 wurde der SCC den neuen Gegebenheiten angepasst und als SCC 1999 veröffentlicht.


Bedingt durch die Umsetzung der MiFID in das WAG 2007 wurde eine umfangreiche Überarbeitung des SCC 1994 idgF notwendig. Die Vorarbeiten begannen 2006. Bis Oktober 2007 waren alle Module des SCC fertiggestellt. Nach einer Abstimmungsphase mit der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA wurden die endgültigen Fassungen im Dezember 2007 veröffentlicht und zu Beginn 2008 von allen Kreditinstituten bzw. Kreditinstitutsverbänden unterzeichnet.

Der SCC 2008 ist als Handelsbrauch anerkannt und wird von Aufsicht und Rechtsprechung als Auslegungshilfe für die mitunter komplexen Bestimmungen des WAG herangezogen. Die Österreichischen Analysestandards wurden nochmals überarbeitet und gelten derzeit in der Fassung 2010.


Modul 1_Grundsätze ordnungsgemäßer Compliance GoC (Stand 7.12.2007)
Modul 2_Insiderrecht und Marktmanipulation (Stand Dezember 2010)
Modul 3_Richtlinien für Mitarbeitergeschäfte (Stand Dezember 2010)
Modul 4_Interessenkonflikte (Stand 7.12.2007)
Modul 5_Orderdurchführung (Stand 7.12.2007)
Modul 6_Analysestandards (Stand 28.10.2010)
Modul 7_Sondervorschriften_KAGs (Stand 7.12.2007)
WAG-Leitfaden_2007 (Stand 25.9.2007)

Zum SCC ist auch relevante Literatur erschienen. Zum SCC 1999 samt zusätzlichen Vorschriften empfehlen wir die Publikation Compliance in Banken.

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem SCC 2008 bietet das Buch "Compliance im Finanzdienstleistungsbereich".